Donnerstag, 25. Januar 2018

[Rezension] Feuerschwester - Emiko Jean

Titel: Feuerschwester
Autor:  Emiko Jean
Genre: Jugendthriller
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2017
Anzahl der Seiten: 320
Cover und Inhaltsangabe © Ravensburger



"Verwitterte Mauern, Nebel, Stacheldraht – das sieht Alice, wenn sie aus dem Fenster blickt. In der psychiatrischen Anstalt auf Savage Isle soll sie das schreckliche Feuer verarbeiten, in dem ihr Freund Jason ums Leben kam. Alice hat nur vage Erinnerungen an jenen Abend, doch sie ahnt, dass Cellie etwas damit zu tun hatte. Cellie, ihre gestörte Zwillingsschwester, die schon als Kind das Spiel mit dem Feuer liebte. Die krankhaft eifersüchtig war auf die Liebe zwischen Alice und Jason. Und die ebenfalls in die Klinik auf Savage Isle eingeliefert worden ist …"




"Feuerschwester" von Emiko Jean habe ich von einer lieben Buchfreundin bekommen, die absolut begeistert von dem Buch war. Der Klappentext klingt dabei furchtbar spannend und besonders das Setting der Jugendpsychiatrie hat mich hier brennend interessiert.

Emiko Jeans Schreibstil ist dabei passend für einen Jugendthriller. Er ist fesselnd, jugendlich, wenn auch recht distanziert - was aber auch an der Story liegt. Ich hatte leider nur ein großes Problem mit dem Buch: Ich habe es bereits nach dem Prolog durchschaut und deswegen mit anderen Augen gelesen. Dazu aber später mehr ...




- Alice -

Alice steht im Mittelpunkt der Geschichte. Sie hat gerade ihre erste große Liebe bei einem "Unfall" verloren, bei dem sie weiß, dass ihre Schwester Celia dafür verantwortlich ist. Nun sitzt sie in der Jugendpsychiatrie, auch weil sie für den Unfall verantwortlich gemacht werden soll ...

So ist hier erst mal die Ausgangslage und Alice hat es hier faustdick hinter den Ohren, Sie ist nicht unbedingt ein nettes Mädchen, sondern setzt vielmehr immer ihren Willen durch. Auch war zu Beginn keine große Trauer um Jason, ihren toten Freund spürbar, was mich stets irritiert hat, da ich so mit Alice leider überhaupt nicht mitfühlen konnte.

- Chase -

Interessanter als unsere Protagonistin fand ich definitiv Chase, der auch in der Psychiatrie sitzt und recht geheimnisvoll zu sein scheint. Wieso hilft er Alice so bereitwillig? Und wie ist seine eigene Vorgeschichte?




Puhh, ich muss hier zu Beginn gleich gestehen, dass "Feuerschwester" das erste Buch war, das ich nach geschlagenen vier Seiten durchschaut habe. Es gab gleich zu Beginn leider viel zu viele Hinweise, die sich beim Lesen der weiteren Kapitel so gehäuft haben, dass ich nur dachte: Oh nein, bitte lass das Buch nicht so enden ..."

Aus diesem Grund habe ich das Buch auch komplett anders gelesen, denn die Autorin konnte es leider nicht schaffen, mich hinters Licht zu führen. Jeden Hinweis habe ich belächelt und mich gefragt, warum es an einigen Stellen so offensichtlich gehalten ist ...

Die Tagebuch-Rückblenden fand ich gelungen, teilweise sogar erschreckend. Die Beschreibungen der Psychiatrie, der Gruppentherapien und des Miteinanders in der Klinik fand ich hingegen etwas schwach. Auch die Tatsache, dass es anscheinend so verdammt einfach sein soll, den Ärzten ihre Schlüsselkarten abzunehmen, wollte nicht so recht zur Geschichte passen!

Das Buch hier zu bewerten fällt mir an dieser Stelle daher extrem schwer. Auf der einen Seite war es flüssig zu lesen, es hatte ein paar echte tolle Momente, auch wenn es an einigen Stellen, besonders dem Klinikleben, doch furchtbar oberflächlich gehalten war. Auch mit Alice als Protagonistin kam ich nicht besonders gut klar, denn sie ist doch sehr unnahbar, auch wenn ich die Rückblenden in Tagebuchform doch richtig toll geschrieben und sehr emotional fand!

Ich denke, ich war für dieses Buch einfach schon etwas zu alt oder aber, ich habe bereits zu viele Thriller mit dieser "Wendung" gelesen. Die Hinweise waren für mich viel zu offensichtlich, schon nach den ersten Seiten wusste ich, wohin mich die Geschichte führen will, weswegen ich mich stellenweise leider arg gelangweilt habe.

Für junge Leser ist das Buch aber auf jeden Fall zu empfehlen. Wer sich einfach auf die Geschichte einlässt und vielleicht nicht alles sofort analysiert, wird am Ende mit Sicherheit überrascht werden. Ich fand es allerdings schade und denke, dass es dem Buch besser getan hätte, schon zu Beginn nicht dermaßen viele Hinweise zu streuen ... Für mich persönlich daher leider nur ein Durchschnittsbuch.




An dieser Stelle fällt es mir schwer, das Buch irgendwie zu bewerten, denn ich hatte nach den ersten Seiten bereits das Ende komplett vorausgesehen, da es viel zu viele Hinweise gab! Das Buch konnte ich, trotzt gelungenem Schreibstil, daher leider nicht genießen, denke aber, dass es junge Leute dennoch begeistern könnte! Für Viel-Leser in dem Bereich aber sicher nicht geeignet!


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