Dienstag, 25. Juli 2017

[Rezension] Gelöscht - Teri Terry

Titel: Gelöscht
Autor:  Teri Terry
Genre: Dystopie
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2013
Anzahl der Seiten: 432
Cover und Inhaltsangabe © Fischer



"Kylas Gedächtnis wurde gelöscht,
ihre Persönlichkeit ausradiert,
ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Kyla wurde geslated.
Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern?
Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?"




"Gelöscht" von Teri Terry lag jetzt schon eine ganze Weile auf meinem SUB und ich habe mich, trotz unzähliger toller Rezensionen, erst jetzt dazu animieren können, diese Reihe zu starten. Warum habe ich eigentlich so lange damit gewartet?

Das Buch ist in erster Linie eine Dystopie über eine Welt, die unserer gar nicht so unähnlich ist. Dabei stehen aber nicht die Beschreibungen des ganzen Umfelds im Vordergrund, sondern vielmehr die Menschen, die von dieser neuen "Ordnung" betroffen sind. Die Charakterisierung der einzelnen Personen ist der Autorin hierbei sehr gut gelungen und dies steht auch im Fokus der ganzen Geschichte. Wir begleiten unsere Protagonistin auf dem Weg zur Wahrheit.




- Kyla -

Kyla wurde geslated, was bedeutet, dass ihre gesamten Erinnerungen ausgelöscht wurden. Also in der Theorie. Kyla scheint nämlich ein Spezialfall zu sein, denn sie hat Albträume und kann sich an kleine Details erinnern. So merkt sie beispielsweise, dass sie Linkshänderin ist und das die etwas mit ihrem alten Leben zu tun hat.

Kyla kommt zu Beginn der Geschichte zu ihrer neuen "Familie", bei der sie in Zukunft leben soll. Sie versteht das Leben, das sie erwartet nicht so recht, denn natürlich wurden auch alle Erinnerungen an die alltäglichsten Erinnerungen gelöscht. Hier fand ich es besonders spannend, mit Kyla alles von Null an zu entdecken.

Die Nähe zu ihr hat mir gut gefallen. Natürlich habe ich mich auch gefragt, ob Kyla zuvor eine Terroristin gewesen war und was sie verbrochen hat, um letztendlich geslatet zu werden.




Endlich habe ich den ersten Band dieser Reihe gelesen und ich war von der ersten Seite an tief in der Geschichte drin. Durch die Nähe, die sofort zu unserer Protagonistin aufgebaut wird, begeben wir uns auf eine spannende und mysteriöse Suche nach der Wahrheit und Kyras echtem "Ich".

Auch wenn die Welt, in der diese Dystopie spielt, kaum beschrieben wird, fand ich doch die Grundidee hinter dem "Slaten" sehr interessant. Menschen, beziehungsweise Jugendliche, die Straftaten begangen haben, bekommen so eine neue "Chance", indem ihnen all ihre Erinnerungen gelöscht werden und sie unter ständigen Kontrolle eines Gerätes namens Levo stehen, das an ihrem Handgelenk befestigt ist. Dieser misst, inwiefern die Person sich noch unter Kontrolle hat. Fällt der Wert unter 3 wird es kritisch und es kommt zu Ohnmacht und eventuell sogar zum Tod.

Diese Grundidee hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn Kyla steht somit unter ständiger Kontrolle. Dies wird im Verlauf der Geschichte auch noch extrem gefährlich, denn natürlich gibt es hier auch Leute, die Slater nicht mögen und nur darauf lauern, sie wütend genug zu machen. Das System, das hier angesprochen wird, ist ähnlich grausam wie unsere Welt. Ich mag Dystopien, die einen Bezug zu unserer heutigen Gesellschaft haben und deswegen fand ich besonders die Thematik der Kontrolle, Überwachung und der Ausgrenzung sehr interessant.

Natürlich darf auch ein Hauch Liebe in der Geschichte nicht fehlen. Für mich war dies aber eher Nebensache und deshalb auch nicht besonders emotional. Es ging mir hier auch alles etwas schnell und eine Sache, die Kyla und ihr Freund später durchziehen, fand ich eher unpassend und irgendwie auch ein wenig unüberlegt.

Das Ende fand ich deswegen auch etwas plötzlich und es wurden noch kaum Fragen beantwortet, was natürlich Lust auf den zweiten Teil macht, aber mich auch ein wenig enttäuscht hat. Es gibt zwar einen Cliffhanger, der echt gemein ist, aber dennoch hätte ich mir irgendwie noch eine andere Entwicklung gewünscht. Ich bin dennoch auf den zweiten Teil gespannt!




"Gelöscht" ist ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht. Besonders toll fand ich die
Grundidee rund um das "Slaten" und die Nähe zu unserer Protagonistin. Das Ende besitzt einen fiesen Cliffhanger, war mir aber ansonsten etwas zu schwach. Dennoch bin ich auf den zweiten Teil gespannt!

Weitere Meinungen zum Buch:
Nicole von Zeit für neue Genres (4 von 5)

Kommentare:

  1. Hallo Jessi,

    ich mochte die Trilogie recht gern, wobei für mich der 1. Band der beste Teil der Trilogie war. Ich weiß noch, dass ich mit den Alltagshandlungen nicht so viel anfangen konnte und an den gemeinen Cliffhanger kann ich mich auch noch gut erinnern.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hi Nicole :D

      Ja, ich habe deine Rezensionen schon gelesen gehabt, etwas schockiert hat mich, dass dir der zweite Teil nicht so zugesagt hat :O Ich denke aber, ich werde die Reihe dennoch fortsetzen, irgendwie ist die Grundidee echt nicht schlecht! ;D

      Liebe Grüße
      Jessi

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    2. Die Mittelteile gefallen mir meistens nicht besonders. Ich glaube, dass der aber nicht für die ganze Dystopie spricht, weil ich den letzten Teil dann schon gut fand.

      Liebe Grüße,
      Nicole

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