Freitag, 5. Dezember 2014

Passagier 23 - Sebastian Fitzek

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, das neuste Buch von Sebastian Fitzek zu lesen. Ich bin schon seit "Die Therapie" großer Fan von ihm und habe mich sehr auf sein neustes Buch gefreut.
Da "Noah" ja nicht so recht seinem Stil entsprach (Was ich jetzt aber nicht negativ fand), hat er in "Passagier 23" wieder zu seinem Stammgenre, dem Psychothriller, zurückgefunden. Ich bin froh darüber, denn das Buch ist mal wieder "typisch Fitzek".

Inhalt

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ... 

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. 
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …

Charaktere

Ja, wer Sebastian Fitzek kennt, wird wissen, das seine Charaktere nie dem Normalbild entsprechen. So lernen wir in "Passagier 23" Martin Schwartz kennen, einen Mann, der seine Familie verloren hat und sich nun in gefährliche Ermittlungsarbeiten stürzt. Gleich die Einleitung zu ihm ist schon sehr spannend, denn er ist bei einem sehr sonderbaren Einsatz. Hier wurde gleich zu Beginn ein sehr hoher Spannungsbogen aufgetan. Typisch Sebastian Fitzek einfach. Es ist einem unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.

Neben Martin Schwartz besitzt das Buch aber noch so einige sehr interessante Charaktere wie zum Beispiel Gerlinde Dobkowitz. ;) Auch kommt jemand vor, den man aus einem anderen Buch Fitzeks kennt und an einer Stelle wurde auf den "Seelenbrecher" hingewiesen, was man letztendlich aber nur als Fan des Autoren wirklich begreift. Sebastian Fitzek schreibt einfach wie kein anderer. Er schafft es nicht nur, tiefgründige Charaktere zu erschaffen, nein, er schafft es im selben Atemzug, die Charaktere undurchsichtig zu lassen, sodass man nie weiß, ob nicht vielleicht einer von ihnen der Täter ist und ein dunkles Geheimnis in sich trägt.

Meine Meinung

In "Passagier 23" jagt ein Clifhanger den nächsten. Es ist fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte ist sehr geheimnisvoll, wirft viele Fragen auf und beantwortet diese Stück für Stück. Natürlich gibt es auch so einige falsche Fährten und die Wendung am Ende ist einfach genial. (Auch wenn ich damit gerechnet habe, dass noch etwas kommen MUSS.)

"Passagier 23" erzählt im Grunde mehrere Geschichten, was ich sehr interessant fand, da alle am Ende miteinander verbunden waren. Da ist zum einen Martin Schwartz, der auf das Schiff kommt, um rauszufinden, was mit seiner Familie geschehen ist, auf der anderen Seite ist da eine Frau, die mitbekommt, dass ihre Tochter Selbstmord begehen will und dann sind da noch die kleinen Geheimnisse, die das Kreuzfahrtschiff in sich trägt. Alles miteinander verbunden ergibt einen tollen. spannenden Thriller mit einem großartigen Finale oder sollte ich sagen, zwei großartigen Finalen? 

Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, der auch in der kalten Jahreszeit auf einen spannenden Thriller nicht verzichten will. Es ist erstaunlich, welch ein Grauen doch auf einem so harmlos erscheinenden Schiff lauern kann. Die Geschichte ist sehr klug, unendlich gut recherchiert und auch etwas traurig.

Fazit

 Eines der besten und intelligentesten Bücher von Sebastian Fitzek.
Ich vergebe 5 von 5 Käseratten.



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