Montag, 14. Juli 2014

Kiss me, kill me - Lucy Christopher

Dieses Buch von Lucy Christopher habe ich gemeinsam bei einer Leserunde auf Lovelybooks lesen dürfen. An und für sich mag ich Jugendthriller sehr gerne, doch leider muss ich bei "Kiss me, Kill me" gleich zu Beginn sagen, dass es kein echter Thriller ist... Es ist mehr ein Roman, ein fast schon leise erzählter Roman...

Inhalt

Das kann nicht sein! Niemals hat Emilys Vater das Mädchen umgebracht, auch wenn alles gegen ihn spricht. Emily ist von seiner Unschuld überzeugt, aber sie weiß nicht, was wirklich im Wald passiert ist. Der Wald, in dem ihr Vater die tote Ashlee gefunden hat. Der Wald, in dem es dunkle Pfade und verbotene Spiele gibt. Der Wald, in dem Damon sich plötzlich mit ihr treffen will, obwohl er sie bisher keines Blickes gewürdigt hat. Emily muss vorsichtig sein, denn Damon war Ashlees Freund. Vielleicht will er sich rächen. Vielleicht ist da aber auch tatsächlich etwas - zwischen ihm und ihr. Und vielleicht kann Emily sogar herausfinden, was wirklich geschehen ist.

Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er ist leicht, locker und an vielen Stellen tiefgründig. Leider hat Lucy Christopher in "Kiss me, kill me" kein Gespür für Spannung gezeigt. Das ganze Buch ist auf einem gleichbleibenden Niveau, was dem Leser keinen Grund gibt, das Buch nicht jederzeit abzubrechen. Wäre ich nicht in der Leserunde gewesen hätte ich es wahrscheinlich längst abgebrochen. Es hatte einfach keinen Spannungsbogen, alles sollte sehr viel Gefühl in sich tragen, doch leider wirkten viele Szenen dadurch gestellt.

Charaktere

"Kiss me, kill me" ist das erste Buch seit langen, das mich nicht näher an die Charaktere heran gebracht hat. Klar, es gibt da Emily, die nicht will, dass ihr Vater verurteilt wird, aber wie genau sie in die ganze Geschichte hineingepasst hat, weiß ich nicht. Am Ende erschienen mir ihre Kapitel einfach nur sinnlos. Würde man ihre weglassen und nur die von Damon lesen würde die Geschichte viel mehr Sinn machen - aber eben um einiges Kürzer sein. Vielleicht war dies der Grund...

Von Damon erfahren wir rein menschlich leider ebenso wenig. Er wirkt blass und farblos. Wir sehen nur seinen momentanen Schmerz, lernen sein Innerstes aber nicht kennen. 

Meine Meinung

An und für sich fing das Buch ganz gut an. Emilys Vater taucht plötzlich mit einer Leiche auf, der Leiche von Emilys Mitschülerin Ashley und kann sich an nichts erinnern. Jeder denkt, dass er der Täter ist.... Doch ab diesem Punkt verliert sich die Geschichte. Es gibt viele unlogische Sachen, beispielsweise warum Emilys Freunde so reagieren und sich von ihr abwenden. Für mich absolut nicht nachvollziehbar.

Leider weiß man ebenfalls recht schnell, was für ein Spiel die Jungs da im Wald gespielt haben. Nichts neues, nichts spannendes... Die Autorin schweift oft vom Thema ab und wiederholt Dinge gefühlt tausend Mal. So ist mir beispielsweise aufgefallen, dass Emilys Kapitel nur aus Vermutungen bestehen und dazu dienten, zu verdeutlichen, dass sie ihren Vater für unschuldig hält. Mehr Inhalt steckte da nicht drin.

Auch das Ende fand ich recht enttäuschend. Die Aufklärung hat mich als Leser nicht berührt. Sie kam zu plötzlich, zu emotionslos, zu kalt... Es gab leider auch keinen Höhepunkt in diesem Buch.

Fazit

Ein ganz netter Roman, der aber KEIN Thriller ist und eher was für Zwischendurch ist.

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.

Kommentare:

  1. Huhu,
    2 von 5 ist ja nicht wirklich viel. Ich habe mir das Buch immer mal wieder angeschaut - war mir aber nicht sicher ob es etwas für mich ist.
    Falls ich es lesen sollte, dann gehe ich lieber von einem Roman dann aus um nicht enttäuscht zu werden - danke.

    LG
    Bücherfee

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  2. Ging mir ganz genauso, wobei ich auch nicht wirklich mit einem Thriller gerechnet habe. Etwas mehr Spannung wäre aber tatsächlich schön gewesen...
    Und dieses Spiel was die Jungs da spielen...unspektakulärer gehts ja wohl nicht mehr. Ich dachte es wäre irgendwas verrücktes, abgedrehtes...
    Naja, letztendlich hat man sich ja nicht lange mit dem Buch aufhalten müssen bei der geringen Seitenzahl.

    Liebe Grüße,
    Hannah

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    1. Da muss ich dir recht geben, vor allem das Spiel war ja letztendlich nichts neues, sehr Schade, auf die Aufklärung hatte ich mich gefreut. Für meinen Geschmack kam sie auch viel zu früh...

      Liebe Grüße
      Jessi

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