Dienstag, 12. November 2013

Engelschatten - Marcus Richmann

Wieder einmal durfte ich bei Lovelybooks ein tolles Buch lesen und an einer gemütlichen Leserunde teilnehmen. Es handelte sich dieses mal um einen Kriminalroman von Marcus Richmann mit dem Namen "Engelschatten"


Zum Inhalt:

Der russischstämmige Chefermittler der Mordkommission Zürich, Maxim Charkow, wird mit einer Serie mysteriöser Mordfälle in katholischen Kirchen konfrontiert. Der Täter hinterlässt bei seinen Opfern Insignien der heiligen Sakramente. Charkows schlimmste Befürchtung, einen religiös motivierten Serientäter jagen zu müssen, scheint sich zu bestätigen. Erst der dritte Mord führt ihn auf eine neue, weitaus gefährlichere Spur und in ein dunkles Kapitel Schweizer Geschichte...


Cover 

Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass mich das Cover nicht unbedingt angesprochen hätte und mich in einem Buchladen nicht unbedingt angesprochen hätte. Man sollte aber nicht von der Hülle eines Buches ausgehen, denn kaum ein Autor kann etwas für das Cover. Umso überraschter war ich demnach, einen tollen, spannungsgeladenen Krimi entdeckt zu haben.


Charaktere

Maxim Charkow ist ein Ermittler, der sehr viele Ecken und Kanten hat. Ich muss gestehen, dass ich ihn während des Lesens teilweise gemocht, aber auch teilweise gehasst habe. Man erfährt einiges über sein Privatleben, jedoch nicht so viel, dass es überladen wirkt. Nein, der Autor versteht es wirklich, Spannung zu erzeugen und diese auch durch Nebenhandlungen nicht zu unterbrechen. Oftmals habe ich besonders bei Krimis das Problem, dass sie sehr zäh sind und viel Privates vom Ermittler berichtet wird. Hier war jedoch alles perfekt portioniert, sodass man stets Lust hatte, das Buch weiterzulesen.

Es kamen natürlich auch noch andere Personen vor, natürlich auch jene auf der Täterseite, die ich hier aufrund von Spoilern jedoch nicht erwähnen möchte. Von den restlichen Ermittlern hat man eher weniger erfahren, auch wenn noch einige interessante Geschichten nebenbei erzählt wurden.


Meine Meinung

Der Krimi hat mich von Anfang an gefesselt und es fiel mir wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Man erfährt viel von den Opfern, teilweise wirklich unheimliche Dinge und findet nach und nach, gleich einem Puzzle, heraus, welche Geschichte denn dahintersteckt. Auch die Auflösung hat mir sehr gut gefallen. Alles in allem eine gut konzipierte Geschichte, die Krimifans auf jeden Fall genießen werden.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich gehofft habe, dass die Spannung am Ende noch einmal steigt. Klar ist das Buch auf einem sehr hohen Niveau, aber ich denke, gerade der Showdown hätte etwas intensiver, einprägsamer und spannungsgeladener sein sollen. Für mich war das ganze Buch auf dem gleichen Spannungsgrad, weswegen ich am Ende noch eine Steigerung erwartet habe. 

Fazit

Ein toller Krimi, den man nicht so schnell mehr beiseite legen kann.


Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.

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