Freitag, 5. April 2013

Todesfrist - Andreas Gruber

Zu allererst muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich schon sehr lange keine Rezension mehr geschrieben habe. Leider war die letzte Zeit mit der Hochzeit etwas stressig und wir sind kaum zum Lesen oder Hörbuch hören gekommen. Unser gemeinsames Lesetempo hat sch auch etwas verlangsamt, doch wird mit Sicherheit bald wieder das normale Tempo erreicht haben. ;)

Hier kommen wir nun zu einem Hörbuch, dass ich diese Woche gehört habe und auf das ich durch Zufall gestoßen bin

Zum Inhalt:

Ein brutaler Serienmörder geht um und gibt seinen Opfern eine letzte Hoffnung auf Rettung. Eine Todesfrist, wenn eine nahstehende Person innerhalb von 48 Stunden herausfindet, warum das Opfer entführt wurde und sterben soll, wird es verschont. Doch das ist schwerer als gedacht, denn plötzlich gerät sowohl Komissar Sabine Nemez in den Fall, als auch eine Psychologin. Kann man den Mörder, der sich Struwelpeter als Vorbild ausgesucht hat, noch aufhalten? Wenn ja, wie tief muss man dabei in seiner Vergangenheit graben?

Meine Meinung:

Wenn ich diese Rezension jetzt Maarten S. Sneijder, einem witzigen Ermittler in diesem Buch, vorlegen würde, würde er sich wohl abwenden, denn in 3 Sätzen schaffe ich es wahrlich nicht, diesen großartigen Thriller zusammenzufassen. Also muss ich etwas weiter ausholen, um zu zeigen, welches spannungsgeladene Werk uns Andreas Gruber hier vorgelegt hat.

Schon der Einstieg ins Buch ist sehr gut gewählt, denn es wird aus der Sicht eines Opfers gezeigt, was für grausame Foltermöglichkeiten sich Struwelpeter da üebrlegt hat. Hier bekam ich bereits eine Gänsehaut und musste echt schlucken, denn das wurde bereits sehr anschaulich erzählt. Gleich im Anschluss wird man sofort  ins Geschehen geworfen, nachdem Sabine kurz vorgestellt wird. Man erfährt, dass ihre Mutter tot ist und ebenfalls Opfer des irren Killers geworden ist. Doch aus welchem Grund? Obwohl sie nicht auf den Fall angesetzt ist, beginnt sie nachzuforschen, doch erst mit Maarten S. Sneijders, einem niederländischem Ermittler, der die Kraft von Drogen schätzt, Hilfe, gelingt es ihr dem Mörder auf die Spur zu bringen.

Gleichzeitig erfährt man noch aus einer anderen Sicht, was der Mörder vorhat. Nämlich aus der von Helena Berger, einer Psychologin, die ebenfalls rausfinden soll, warum eine ihrer Patientinnen entführt wurde. Dabei findet sie einige dunkle Geheimnisse über ihren Mann heraus und wird mit Dingen konfrontiert, die ihr eigenes Leben beeinflussen. Diese Perspektive fand ich besonders interessant, denn es war spannend erzählt und Helena war mir von Anfang an am sympatischsten. Ich habe regelrecht mitgefiebert mit ihr und habe auch ihren Schmerz und ihr ganzes Handeln sehr gut verstanden.

Aber auch aus der Sicht der Polizei war es durchgehend spannend. Maarten S. Sneijder war besonders lustig und mir hat es immer sehr viel Spaß gemacht, seine Aussagen zu verfolgen. Gerne würde ich ihn in einer Fortsetzung noch einmal treffen, denn seine lockere, aber dennoch scharfsinnige Art gefällt mir sehr gut. Er hat Sabine, die eigentliche Hauptperson aber leider etwas in den Schatten gestellt.

Auch der große Showdown war unendlich spannend geschrieben und man wollte unbedingt wissen wie es weiterging. Es ist mir kaum gelungen, das Hörbuch beiseite zu legen, denn ich habe mit allen mitgefiebert und war auf die Auflösung gespannt. Wie nicht anders zu erwarten hat mir diese dann auch sehr gut gefallen, denn man hat eine Menge über die Psyche des Struwelpeters erfahren und wie er zu diesem Menschen, der er heute ist, geworden ist.

Alles in allem ein grandioser Thriller, der so spannend ist, dass man ihn kaum beiseite legen kann. Also besser nicht vor dem einschlafen anfangen, denn dann ist eine schlaflose Nacht garantiert. ;)


Wir vergeben 5 von 5 Käseratten.




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