Dienstag, 12. Februar 2013

Irre Seelen - Graham Masterton

Das Cover dieses Buches hat mich irgendwie sofort angesprochen, da ich schon immer ein großer Horrorfan bin und besonders solche Bücher mag, in denen es um "Geister" und verlassende Orte geht. Nach dem Lesen des Klappentextes war klar, dass ich das Buch lesen muss.


Zum Inhalt:

Jack, der einfach nur auf dem Weg zu einem Ferienhaus ist, sieht plötzlich vor sich ein Kind über die Straße rennen. Er bremst, doch als sein Auto zum stehen kommt, ist das Kind, das scheinbar einen grauen Regenmantel trägt, verschwunden. Wo ist es nur hin? Verzweifelt sucht er es im naheliegenden Wald und hat das Gefühl, Teil eines Versteckspiels zu sein. Dann taucht jedoch urplötzlich ein riesiges, verlassenes Haus vor ihm aus, das ihn sofort in den Bann zieht. Verlassen liegt "the oaks" da und doch scheint die Vergangenheit dort noch zu leben. Jack denkt seine Berufung gefunden zu haben und möchte daraus einen Club machen, doch als er mit einer Freundin und seinem kleinen Sohn wiederkommt, um sich das Haus genauer anzusehen, passiert etwas schreckliches, denn Randy hat etwas gesehen: Einen Mann in der Wand...

Meine Meinung:

Das Buch fesselt wirklich von der ersten Seite, weil man direkt Teil des Geschehens wird und der Autor es schafft eine gruselige Stimmung aufzubauen. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung des Hauses, das, wie sollte es bei dem Titel auch anders sein, ehemals eine Psychiatrie war. Man fühlt sich, als wäre man wirklich selbst vor Ort und würde durch die dunklen, unheimlichen Gänge schlendern. Dieses Gefühl mag ich bei Büchern sehr und hat mich teilweise an eines meiner Lieblingsbücher ("Creepers") erinnert.

Ich möchte hier nun nicht so viel von der Handlung berichten, doch ich kann sagen, dass eine Menge in dem Buch passiert und es am Ende wirklich um Leben und Tod geht.

Man erfährt sehr viel über die Psychiatrie wie sie einst war und eben über die Patienten dort, was mir auch echt gut gefallen hat. Besonders Quintus und Lester werden sehr gut beschrieben und flößen einen Angst ein.
Zudem lernt man eine Menge über Druiden (Obwohl ich denke, dass nicht alles der Realität entsprach) und man hat zudem Einblicke, in eine etwas andere Art von "Geistern". Wie sie in diesem Buch beschrieben worden, fand ich sie schon sehr unheimlich, denn es ist einmal etwas neues.

Natürlich hat der Autor jede Menge Erklärungen finden müssen, warum das alles genau so ist, wie es ist, und dieses Passagen fand ich manchmal etwas eintönig, da die Spannung dann immer auf einen Nullpunkt sank, Klar gab es einen sehr hohen Spannungsbogen, der teilweise echt kaum auszuhalten war, aber dennoch gingen mir die Dialoge manchmal auf die Nerven.

Leider konnte ich mich auch nicht so recht mit Jack anfreunden, denn er ist der Typ Mann, denn man als Frau besser meiden sollte. Die Liebelei mit seiner Sekretärin fand ich deswegen auch nicht angemessen, auch wenn es am Ende noch eine Überraschende Entscheidung seinerseits gibt. Teilweise war mir sein Denken einfach zu stumpf.

Es kommen noch einige Charaktere in dem Buch vor, die dabei helfen sollen, die Tragödie doch noch abzuwenden. Diese fand ich alle sehr stimmig, auch wenn mit viele Leid taten, dass sie in die Sache mit hineingezogen worden. (Zum Beispiel der Pater)

Die Horrorszenen in den Buch sind definitiv nichts für schwache Nerven und teilweise wirklich blutig. Mir als Horrorfan hat es sehr gut gefallen und manchmal war ich echt geschockt, wie die Leute umkamen. Der Autor hat auf jeden Fall einen tollen Schreibstil, der alles sehr bildlich beschreibt, weswegen man sich fast wie in einem Film fühlt. (die Verfilmung von dem Buch wäre sicher auch echt Klasse.)

Gut fand ich auch, dass gegen Mitte auch aus der Sicht von anderen Personen geschrieben wurde, die leider auch Opfer wurde. So hatte es etwas persönliches, denn man hat durch die Informationen einen Bezug zu den Menschen aufgebaut und konnte deswegen das Leid verstehen. Meistens fühlt man beim Lesen eines Buches mit den Nebencharakteren ja nicht so recht mit, aber hier hat der Autor auch Einblicke in das Leben von Menschen geschaffen, die mit der Story an sich nichts zu tun hatten. Das hat mir noch einmal sehr gut gefallen.

Schlussendlich muss ich sagen, dass das Buch mich sehr gut unterhalten hat und ich teilweise echt Angst hatte. Ich würde "Irre Seelen" wahrlich jedem Fan des Horrorgenres ans Herz legen.

Wir vergeben 4 von 5 Käseratten.




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