Freitag, 22. Februar 2013

Der Leuchtturmwärter - Camilla Läckberg

Dieses Hörbuch habe ich nun nach gut einer Woche auch zu Ende gehört. ich mag Schwedenkrimis, weswegen ich schon immer einmal ein Buch der Autorin lesen bzw. hören wollte.


Zum Inhalt:

Annie zieht auf eine kleine Insel, auf der neben einem Leuchtturm nur ein einziges Haus steht. Mystische Geschichten ranken sich um die Insel und es wird immer wieder berichtet, dass es dort spuken soll. Mats, ihre große Liebe aus Jugendzeiten, besucht sie und sie verbringen eine Nacht miteinander. Dann beginnt jedoch der Alptraum und Mats wird erschossen aufgefunden....

Meine Meinung:

Ich habe schon etliche Schwedenkrimis gelesen oder gehört und muss sagen, dass mich dieses Land immer wieder reizt. Ich weiß nicht was es ist, aber ich mag einfach die Idylle, die Beschreibungen der Umgebung und Menschen und fühle mich dann immer, als wäre ich selbst dort.
Auch dieses Buch von Camilla Läckberg, das mein erstes aus ihrer Feder war, entführt den Leser nach Fjällbacka, einem kleinen Küstenort, der, wie ich finde, sehr gut beschrieben wird.

Zu Beginn hatte ich jedoch erst einmal Probleme in die Geschichte hinein zukommen, denn es gibt sehr viele Umblenden, sodass man im Grunde nicht einmal genau sagen kann, wer der Hauptcharakter ist. Meiner Meinung nach gibt es in dem Buch keinen, denn man erfährt von sehr vielen Personen gleich viel. Leider war das zu Anfang recht verwirrend, denn die einzelnen Abschnitte sind sehr kurz und die ständigen Wechsel haben mich leicht verwirrt. Manchmal konnte ich einzelne Namen einfach nicht mehr einordnen und dann musste man sich noch mehr konzentrieren, weswegen es teilweise nicht sehr entspannend war.

Nach etwa der Hälfte hatte ich mich jedoch an fast alle Personen gewöhnt (Einzig Vivian und ihren Bruder konnte ich schlecht einordnen und auch zum Ende hin, fand ich deren Geschichte irgendwie zusammenhangslos.) Besonders gefallen haben mit die Rückblenden ins Jahr 1871. Ich muss gestehen, dass diese kurzen Abschnitte über den damaligen Leuchtturmwärter und seiner Frau am meisten gefallen haben, während mir die Ermittlungsarbeiten teilweise zu langweilig beschrieben waren. Leider ahnt man schnell wie die Geschichte von 1871 enden wird, weswegen dies keine Überraschung mehr bietet.

Das Ende des Buches ist jedoch wirklich genial und sehr originell. Mit so etwas hätte ich wahrlich nicht gerechnet und teilweise war ich wirklich schockiert. Für das Ende allein hätte ich glatt 5 Sterne gegeben, doch leider muss ich einiges abziehen, da es mich teilweise überhaupt nicht bewegt hat. Man konnte durch die ständigen Sichtwechsel keinerlei Bindung zu den Personen aufbauen, was auch daran lag, dass die Autorin dazu neigt, alles etwas emotionslos zu beschreiben. Leider hatte ich deswegen zum Ende hin kein Bezug zu der Person und das fand ich irgendwie Schade.

Mich hat das Buch irgendwie an einen deutschen Tatort erinnert, einen den man erst nach ein paar Mal schauen wirklich genießen kann.

Wir vergeben 3 von 5 Käseratten. 



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