Samstag, 24. September 2016

[Rezension] Survive - Du bist allein - Alexandra Olivia

Titel: Survive - Du bist allein
Autor: Alexandra Olivia
Genre: Thriller, Roman
Verlag: Scherz
Bereits gelesene Bücher des Autorin: keine
Cover und Inhaltsangabe © Scherz



"Eine junge Frau allein in der Wildnis – eigentlich sollte es nur ein Abenteuer werden. Doch aus diesem Albtraum wird niemand mehr erwachen.
Tief in einem felsigen Waldgebiet beginnt die Fernseh-Show: mit zwölf Frauen und Männern, die sorgfältig gecastet wurden, um den Zuschauern etwas zu bieten. Schon bei den ersten Gruppenaufgaben geraten einige Teilnehmer an ihre Grenzen – Orientierungsläufe, Lager bauen, Nahrung finden. Allianzen werden geschmiedet, Konflikte brechen auf, die Prüfungen werden härter und perfider. Und bald muss sich jeder Kandidat ganz allein zu seiner großen Einzel-Challenge aufmachen. Doch keiner ahnt, welch tödliche Gefahr bereits in das Überlebens-Spiel eingebrochen ist."




Die große Verlagshäuser übertreiben in letzter Zeit ja gerne einmal. Jeder Thriller ist atemberaubend, heftig und geht ans Limit. Meistens ist da nur heiße Luft dahinter, wie ich in einigen Rezensionen der letzten Monate erschreckenderweise feststellen musste. Je höher die Erwartungen sind, die man anhand des Klappentext und lobenden Werbeworten aufbaut, umso enttäuschter ist man am Ende.

"Survive - Du bist nicht allein" von Alexandra Olivia ist mal wieder ein Beispiel dafür. Ein kompromissloser und heftiger Thriller? Nein, dieses Buch ist ganz bestimmt kein Thriller und als diesen möchte und kann ich ihn hier einfach nicht betrachten, denn das Buch ist sehr ruhig. Es ist weder psychologisch besonders ausgeklügelt, noch besonders spannend und mitreißend, aber dennoch ist es intensiv - wenn man es als Roman betrachtet.

Aus zwei verschiedenen Sichten wird die Zeit während und "nach" der Survivalshow betrachtet. Während man Einblicke in die Show und auch hinter die Kulissen bekommt, wird immer mal wieder ein Blick in die Gegenwart oder man könnte auch sagen, in die Zukunft, geworfen. Eine Teilnehmerin der Show ist nämlich plötzlich auf sich allein gestellt und muss tatsächlich ums Überleben kämpfen!




- Zwölf Teilnehmer der Survial-Show "Im Dunkeln" -

Genau charakterisiert werden die Teilnehmer nicht, aber sie lassen hin und wieder ihre Persönlichkeiten durchblitzen. Aus der Sicht eines allwissenden Erzählers beobachten wir die Teilnehmer der Show bei der Bewältigung der verschiedensten Aufgaben. Sie müssen Challenges absolvieren und werden an ihre Grenzen gebracht.

Dabei erfahren wir aber alles aus der Sicht der Produzenten der Realityshow und wir wissen auch, wie die einzelnen Szenen nachher im Fernsehen erscheinen werden. Hier gibt die Autorin einen tollen Einblick in die Machenschaften der großen Fernsehsender, die natürlich nur ihren eigenen Profit sehen.

 - Sam -

Die andere Sichtweise ist die von Sam, einer Frau, die plötzlich auf sich allein gestellt zu sein scheint. Wo sind die restlichen Teilnehmer der Show? Was ist passiert?

Sam ist eine starke Frau, die weiterhin allein ums Überleben kämpft und immer noch denkt, teil einer Show zu sein. Nach und nach deckt sich hier aber die erschreckende Wahrheit auf!



"Survive - Du bist nicht allein" ist nach "Dark Woods" von Thomas Finn nun mein zweites Buch innerhalb kürzester Zeit mit dem Thema "Realityshows". Ich muss gleich hier sagen, dass mir "Survive", trotz der fehlenden Spannung, besser gefallen hat, denn die Geschichte ist wahrlich eindringlicher und interessanter aufgebaut!

Zum einen hat mir die sehr kritische, aber auch ehrliche Sicht auf die Teilnehmer gefallen. Alles wird ausgeschlachtet, der kleinste Streit wird aus dem Kontext gerissen und aufgebauscht - So wie es wohl in der echten Welt der TV-Formate vorgeht. Als Leser lernen wir die Charaktere so kennen, wie man sie wohl auch bei einer der Shows kennenlernen würde. Oberflächlich, aber doch ausreichend und mit einigen schmutzigen Geheimnissen, die gelüftet werden!

Zwar ist der ganze Aufbau mit den Challenges und Einzelpüfungen recht vorhersehbar, da eine gewisse echte Gefahr ausbleibt, aber dennoch schafft es die Autorin, den Leser zu fesseln. Besonders durch die Abschnitte aus der Gegenwart/Zukunft wird einem immer wieder vor Augen gehalten, dass etwas passiert sein muss. Nur was?

Das Interessanteste an dem Buch ist wohl die Aufklärung, was passiert hat. Sie ist zwar nicht "Super-originell", aber dennoch passend und abwechslungsreich. Die gesamte Geschichte ist recht ruhig gehalten und so auch das Ende, ein echter Spannungsbogen war nicht spürbar, aber doch muss ich sagen, dass mich das Buch unterhalten konnte. Ich möchte hier aber noch einmal betonen, dass ich das Buch eher als Roman ansehe, als ganz speziellen Roman, aber das genaue Genre kann ich hier nicht verraten, denn es würde die gesamte Auflösung kaputt machen!




Für mich kein echter Thriller, aber ein interessanter Roman mit tollen Einblicken und einigen Gänsehaut-Momenten!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten.


Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Die Insel der besonderen Kinder - Ransom Riggs

Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Genre: Roman, Jugendroman, Fantasy
Verlag: Knaur (Meine Ausgabe ist vom Pan - Verlag! Diese ist nicht mehr erhältlich!)
Bereits gelesene Bücher des Autoren: keine
Cover und Inhaltsangabe ©  Knaur



"Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern – bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt und Jacob Hinweise darauf findet, dass es die Insel aus seinen Geschichten wirklich gibt. Der Teenager macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt …"




"Die Insel der besonderen Kinder" war ein Buch, das ich schon lange aus der Ferne beobachtet, an das ich mich aber nie herangetraut habe! Durch eine liebe Freundin, mit der ich Bücher getauscht habe, durfte ich dieses Werk dann aber endlich lesen. Besonderer Anreiz war natürlich auch der Film, der bald erscheint!

Highlight in diesem Buch sind die vielen echten Fotos, um die der Autor eine sehr fantasievolle Geschichte gestrickt hat. Der Schreibstil von Ransom Riggs ist zwar recht einfach, aber dennoch passend für ein Jugendbuch. Mich konnte das Buch schon nach wenigen Seiten in den Bann ziehen und ich bin froh, es endlich gelesen zu haben!



- Jacob -

Jacob ist eigentlich ein normaler Teenager, der schon lange nicht mehr an die seltsamen Geschichten seines Großvaters glaubt. Als sein Opa dann aber stirbt, wird Jacob tief in das einstige Leben seines Großvaters hineingezogen.

Jacob beginnt, an die Existenz von jenen Monstern zu glauben, die seinen Großvater angeblich schon seit Jahren gefolgt sind. Einziger Ort, der Schutz bieten soll, ist eine Art "Waisenhaus" auf einer Insel. Hier beginnt die Reise in die Vergangenheit. Eine Reise, die Jacobs Leben für immer verändern soll.

- Die besonderen Kinder -

Ich möchte hier nicht zu viel von der Geschichte oder den Charakteren wegnehmen, denn "Die Insel der besonderen Kinder" ist ein Buch, das man erleben muss. Auf der Insel leben so einige Kinder mit besonderen "Fähigkeiten", mit Eigenarten, die es ihnen nicht ermöglicht, normal unter Menschen zu leben!

Liebevoll beschreibt der Autor die verschiedensten Kinder und das war für mich das Besondere an dem Buch. Es hat Spaß gemacht, die Charaktere näher kennenzulernen und durch die Fotos hatte ich stets das Gefühl, ihnen nahe zu sein. Ich hatte das Gefühl, die eigentliche Geschichte ist eigentlich nur Nebensache, denn wie gesagt, mir hat besonders die Charakterzeichnung gefallen!




"Die Insel der besonderen Kinder" ist tatsächlich ein besonderes Buch! Schon nach wenigen Seiten war ich in dieser rätselhaften und atmosphärischen Geschichte gefangen und habe mich zusammen mit Jacob auf die Reise begeben. Es war eine Reise ins Ungewisse, denn die ganze Geschichte rund um die Kinder wird sehr mysteriös gehalten.

Nach und nach kommen jedoch die Wahrheiten ans Licht. Hier muss ich besonders die Kreativität des Autoren loben. Zwar ist erst recht spät eine echte Gefahr zu spüren, aber dennoch fesselt das Buch durch die dichte Atmosphäre und die Beschreibung dieser sonderbaren Insel!

Die Stimmung des Buches ist mystisch, zwar nicht direkt gruselig, aber dennoch so spannend und interessant, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen! Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzungen und natürlich auf den Film, von dem ich hoffe, dass er diese sagenhafte Atmosphäre einfangen kann!




"Die Insel der besonderen Kinder" ist ein Buch, dass sich kaum in Worte fassen lässt. Mir fällt nur eins ein: Besonders! Von daher, eine klare Leseempfehlung!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten!

Dienstag, 20. September 2016

[Rezension] Hochland - Steinar Bragi

Titel: Hochland
Autor: Steinar Bragi
Genre: Thriller
Verlag: DVA 
Bereits gelesene Bücher des Autoren: keine
Cover und Inhaltsangabe ©  DVA

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!




"Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue, menschenfeindliche Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und rammen ein Haus, das in der Einöde plötzlich wie aus dem Nichts vor ihnen aufragt. Notgedrungen müssen sie die Nacht dort verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Was lauert dort draußen in der Sandwüste? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen? Zunehmend panisch geraten die Städter miteinander in Streit, und ihre Versuche, den Weg zurück in die Zivilisation zu finden, werden immer verzweifelter. Gibt es ein Entrinnen?"




Auf "Hochland" habe ich mich besonders gefreut, denn das Buch sollte mein erster "Island"-Thriller werden und besonders die Aussage auf dem Klappentext, dass der Autor "alle Schattierungen des Horrors beherrscht" hat mich mit großen Erwartungen an dieses Buch herangehen lassen. Leider hat der Autor aber diese Schattierungen in diesem Buch nicht gezeigt und auch sonst ist das Wort "Horror" oder "Thriller" absolut nicht passend für dieses sehr ruhige und leider teilweise auch extrem langatmige Buch.

Kommen wir aber erst einmal zum Positiven. Das "Island"- Feeling war auf jeden Fall gegeben. Mit den Beschreibungen der Umgebung und der ganzen Atmosphäre hat sich Steinar Bragi große Mühe gegeben, aber leider hat das alles nicht ausgereicht! Das Buch ist vielmehr eine Charakterstudie mit sehr schwachem Ende, das aus zig Büchern bereits bekannt ist!

Der Schreibstil von Steinar Bragi hat mir leider überhaupt nicht zugesagt. Immer wieder triftet er über mehrere Seiten in die Vergangenheit seiner Charaktere ab und die eigentliche Geschichte stagniert einfach. Hätte es sich bei diesem Buch nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, so hätte ich es höchstwahrscheinlich schon nach 100 Seiten abgebrochen.




- Hrafn, Anna, Egill, Vigdis -

Da sind sie also unsere vier Freunde, die Urlaub in Island machen wollen. Natürlich gibt es auch jede Menge Stress zwischen den beiden Paaren, denn Anna und Egills Beziehung steht schon lange unter keinem guten Stern mehr und auch Vigdis und Hrafn haben mit einigen Problemen zu kämpfen.

Ich mag Charakterstudien prinzipiell sehr gerne - wenn sie denn glaubhaft gemacht sind und wenigstens einen Sympathieträger oder aber wirklich vielschichtige Eigenschaften haben. In "Hochland" war mir alles zu konstruiert. Wir haben den Typen, der auf die Freundin seines besten Freundes steht, die Frau, die in ihrer Beziehung viel erdulden muss und jede Menge unausgesprochene Lügen. Könnte ja eigentlich ganz spannend sein, oder? Ist es aber leider nicht.

Der  Autor verliert sich leider immer wieder in der Vergangenheit seiner Charaktere. Immer wieder gibt es Rückblenden, die sich über mehrere Seiten erstrecken und die Charaktere beleuchten sollen. Einziges Problem: Es hat mich immer wieder komplett aus der Geschichte geworfen. Plötzlich wird die ganze Lebensgeschichte aufgetischt und Island ist vergessen. Wozu frage ich mich? Das Buch ist weder Psychothriller, noch Horrorroman. Nicht einmal die Bezeichnung "Thriller" wird diesem Werk gerecht!




Ich habe mich immer wieder zum Weiterlesen zwingen müssen, in der Hoffnung, dass das Buch irgendwann anfängt. Auf gut 200 Seiten (von 300!) passiert nämlich nicht viel, außer kleine, aber leider sehr langweilige Nachforschungen und Versuche, das Haus und diese Umgebung endlich zu verlassen.

Auch die versprochenen "Schattierungen des Horrors" fehlten komplett. Vielleicht hat der Autor diese ja wirklich drauf, in diesem Buch ist davon aber nicht viel davon zu spüren. Auf den letzten 50 Seiten versucht er sich teilweise noch mit recht plumpen Horror zu retten, aber Spannung hat mir leider das gesamte Buch über gefehlt.

Das Buch fängt recht mysteriös an und es werden viele Fragen aufgeworfen. Den Plot zu Beginn der Geschichte fand ich eigentlich nicht schlecht. Da sind 4 Freunde, die Urlaub machen wollen und plötzlich einen Unfall haben und gegen ein Haus mit seltsamen Bewohnern fahren. Doch dann gibt es leider kaum Entwicklungen und Steinar Bragi versucht das Buch mit Nebensächlichkeiten zu strecken. So fand ich, wie bereits erwähnt, besonders die Einwürfe des gesamten Lebens der einzelnen Charaktere unpassend.

Es fällt mir wirklich schwer, das Buch hier zu bewerten und vor allem meine Leseeindrücke wiederzugeben, denn "Hochland" hat sich leider bis zum Ende gezogen. Es hatte kaum Spannung, nach jedem Kapitel musste ich mich zwingen, weiterzulesen, da ich all das Handeln einfach nicht nachvollziehbar fand. Die Ideen, die der Autor beschreibt, sind zwar ganz nett, aber letztendlich zu wirr. Steinar Bragi schreibt und schreibt und doch hatte ich das Gefühl, kaum Handlung zu haben. Er lässt seine Charaktere zwar agieren, aber erzeugt dabei keinerlei Spannung! Und das Ende fand ich leider wieder mal wirklich enttäuschend! Nein, mehr als enttäuschend, es hat mich wütend gemacht, weil sowas schon tausendmal in Filmen und Büchern behandelt wurde!




"Hochland" war für mich weder Thriller, noch Horrorroman und auch keine Charakterstudie. Es war zäh und zu gewollt! Schade!

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.



Montag, 19. September 2016

[Rezension] Die Schande der Lebenden - Mark Billingham

Titel: Die Schande der Lebenden 
Autor: Mark Billingham
Genre: Roman
Verlag: Atrium 
Bereits gelesene Bücher des Autoren: keine
Cover und Inhaltsangabe ©  Atrium




"Fünf Menschen, die sich zufällig begegnen, bilden einen Kreis. Jeder von ihnen hat ein dunkles Geheimnis. Doch eines davon ist schwarz wie die Nacht. Fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versammeln sich jeden Montag im selben Haus. Sie alle sind Verlorene, die in ihrem Leben Schande auf sich geladen haben und sich nun auf der Suche nach Hilfe zufällig begegnet sind. In ihrer Mitte sitzt der Therapeut Tony De Silva, der eine ganz eigene Vergangenheit hat. In ihrem Kreis offenbaren sich die fünf gegenseitig ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es nur eine Regel: Nichts von dem, was zwischen ihnen besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer der fünf ermordet aufgefunden wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn zum Kreis gehört nun auch ein Mörder – der alles über die anderen weiß."




Mark Billingham hat mit "Die Schande der Lebenden" einen sehr tiefgründigen Roman vorgelegt, der besonders auf psychologischer Ebene besticht. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht. Eine Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Und eine Geschichte, die mit Blut endet.

Ich würde den Schreibstil des Autoren als sehr eindringlich bezeichnen. Schon auf den ersten Seiten lernen wir unsere fünf Teilnehmer der Therapiesitzungen kennen und bekommen einen Einblick in die Welt der Süchtigen, Sei es nun Alkohol-, Drogen- oder Esssucht, all das steht im Fokus dieser Geschichte. Aber gibt es nicht für alles einen Auslöser? Einen Moment, der das Leben so verändert, dass es nur einen Fluchtweg gibt?




- Tony, der Therapeut -

Tony leitet die Selbsthilfegruppe schon seit einigen Jahren und er ist ein sehr geduldiger Mensch. Er lässt die Teilnehmer ihrer Probleme selbst lösen und drängt sich nur auf, wenn keine Problemlösung in Sicht ist. Es wird schnell klar, dass er für die Fünf eine große Stütze ist!

- Heather -

Ich möchte hier nicht jeden der Fünf Charaktere beschreiben, aber ich denke, dass Heather eine zentrale Rolle spielt. Sie war einst Spiel- und Drogensüchtig und hat nun ihren Platz in dieser Gruppe gefunden, in der sie tatsächlich aufblüht. Doch sie hütet ein schreckliches Geheimnis!

- Caroline -

Sie stößt zu Beginn der Geschichte zu der Selbsthilfegruppe und findet erst einmal wenig Akzeptanz. Der Grund: Sie ist ja "nur" Esssüchtig, was für einige der Runde keine echte Sucht darstellt. Caroline empfand ich als interessanten Charakter, der bis zum Schluss sehr geheimnisvoll bleibt!

- Tanner -

Tanner ist die Ermittlungen in einem Mordfall, der anscheinend zu dieser Selbsthilfegruppe führt. Obwohl die Ermittlungsarbeit nur einen kleinen Teil der Geschichte einnimmt, fand ich sie stellenweise doch recht unpassend, besonders im Hinblick auf das Ende. Leider war Tanner als Ermittlerin der einzige Minuspunkt für mich in diesem Buch, denn für mein Empfinden hat sie leider nicht in das "Gesamtpaket" hineingepasst, sondern die Geschichte ein wenig abgeschwächt!




Ich mag Bücher, in denen es um Probleme von Frauen und Männer geht. Die Ausgangssituation von "Die Schande der Lebenden" hat mir deshalb besonders gut gefallen! Die Fünf Therapieteilnehmer, die nicht unterschiedlicher sein könnten, konnten mich sofort in den Bann ziehen. Der Autor hat hier seine Figuren einfach Leben lassen und hat ihnen die ganz unterschiedlichsten Probleme zugeschrieben. Gleichzeitig beweißt er ein Geschick für eine sehr psychologische Sicht der Dinge, jedoch ohne zu urteilen.

"Die Schande der Lebenden" konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Insgesamt verfolgen wir drei Zeitstränge, wobei einer recht geheimnisvoll bleibt und bereits Einblicke in die schicksalhafte Nacht gibt. Im "Jetzt" erfahren wir von der Zeit nach der Tat und den Ermittlungen, während wir im "Damals" die einzelnen Charaktere näher kennenlernen. Besonders spannend fand ich die einzelnen Sitzungen, in denen jeder Teilnehmer ein Teil seiner Geschichte offenbart hat. Hier musste ich teilweise schlucken, denn manche Wahrheiten die ans Licht kommen, sind nicht so einfach zu verkraften!

Die Ermittlungen fand ich hingegen völlig unpassend, zumal das Buch ein offenes Ende besitzt und den Leser animiert, die Geschichte im Kopf weiterzuspinnen. Ja, Tanner und ihre ganze Ermittlungsarbeit passten für mich nicht ins Gesamtbild und wirkten leider etwas bemüht, doch noch eine "Krimi"- Richtung einzuschlagen. Dies ist jedoch mein einziger Kritikpunkt!




Eine facettenreiche und spannende Geschichte mit Einblicken in das Leben von Süchtigen! Es gibt so einige Überraschungsmomente und das Ende hat mich förmlich überwältigt!

Ich vergebe 4 von 5 Käseratten!


Samstag, 17. September 2016

[Blogtour] "666" von Mario Steinmetz - AUTORENINTERVIEW + Gewinnspiel

Die Blogtour von „666 (Hells Abyss 1)“ von M. H. Steinmetz ist jetzt endlich auf meinem Blog angekommen. Nachdem ihr euch gestern über David Berkowitz bei Beate von Lord Byrons Buchladen informieren konntet, geht es heute mit einem Autoreninterview weiter! Natürlich könnt ihr auch hier bei mir wieder am Gewinnspiel teilnehmen!





Es geht auch gleich los, kannst du dich kurz vorstellen, lieber Mario?
Wie stellt man sich selbst am besten vor? Am ehesten dadurch, in dem ich deine Fragen beantworte (lach). Es ist schwer, fünfzig Jahre bewegtes Leben abseits der Norm auf einen Nenner zu bringen. Am ehesten wohl mit den Worten schräg und durchgeknallt. Und ich Pflege meine eigene kleine Tradition, alles eben ein bisschen anders zu machen als die breite Masse. 
Eine meiner Lieblingsfragen ist Was wäre, wenn. Was wäre, wenn es die Wesen unserer Ängste und Träume wirklich gibt oder andere Dimensionen neben unserer existieren. 
In gewisser Weise bin ich deswegen ein Träumer. 
Ich liebe mein Leben und versuche, auch an negativen Dingen etwas positives zu finden. Der Weg führt nach vorne, einem unbestimmten Ziel entgegen. Es bleibt spannend.
Mein Leben verläuft hier im schönen Rheinland-Pfalz in sehr geordneten Bahnen (ich hasse Chaos), gehe einer geregelten Arbeit nach und liebe die Natur. Wenn ich den Kopf frei bekommen möchte, gehe ich mit Hund oder Pferd ins Gelände oder setze mich auf meine alter Royal Enfield Bullet 500.

Dann die Frage, die wohl jeden erst einmal interessiert: Wie
bist du zum Schreiben gekommen?
Geschrieben habe ich schon immer, allerdings nur im privaten Rahmen und zumeist für Paper & Pen Spielrunden. Dazu kam meine Tochter, mit der ich schon immer die verstecktesten Geschichten gesponnen habe. Wie der Zufall wollte, hat es sich ergeben, das ich oft geschäftlich unterwegs bin und viel Zeit auf Flughäfen, im Flugzeug oder in Hotels verbringe. Da hab ich irgendwann das Laptop aufgeklappt und angefangen zu schreiben, weil ich die Geschichten weiterspinnen wollte, solange diese noch frisch waren. Und es floss geradezu aus mir heraus, all die Eindrücke der Reisen in ferne Länder gepaart mit der eigenen Phantasie. 

Und wie kamst du auf die Idee zu „666“?
In ihren Grundzügen behandelt die Romanreihe Hells Abyss Erlebnisse meiner Zeit in der Gothic und Indie Szene. Auch was die darin beschriebene Musik betrifft ... und andere Dinge, die ich hier aber außen vor lassen möchte. Womöglich ist es ein zu Papier gebrachtes Dankeschön an eine wundervolle Zeit.
Ich habe Orte verwendet, die ich während meiner USA Reisen besucht habe. Dies trifft übrigens auch auf Handlungsorte in meinen anderen Romanen zu. Vor einigen Jahren war ich einige Tage in New York. Diese Zeit war sehr prägnant für mich und so fand ich es passend für den ersten Band der Reihe. 
New York ist ein unersättlicher Moloch, der niemals schläft. Ein Ort, an dem alles möglich erscheint, in dem sich alles vermischt, was Welt und Kultur zu bieten hat. Als ich in der Nacht durch die Straßen von Manhattan wanderte, der Dampf aus den Gullis stieg und es finstere Ecken gab, die etwas unerklärlich unheimliches ausstrahlten, war mir klar, das es keinen besseren Ort für 666 geben konnte. Setz dich dort mal nachts in die Subway und du weißt, was ich meine.
Was Lilith betrifft, die war schon immer ein Thema, welches mich sehr interessiert hat. Ich habe da eine ganz eigene Vorstellung, wie und was sie ist und welche Ziele sie verfolgt, unzählige Konzepte erstellt und wieder verworfen, bis ich endlich zufrieden war.

Warum solch ein düsteres Thema? Bist du etwa selbst ein „Kind der Nacht“?
Und ob. Etwas davon habe ich ja schon in der vorgehenden Frage beantwortet. Es muss so um 1985 gewesen sein, als mich der schwarze Virus packte. Es war diese Mischung aus guter Musik und abgefahrenen Klamotten, die mich faszinierte und auch heute noch ihren Reiz ausübt, wenn auch nicht mehr ganz so extrem.
Für mich war es deswegen auch ein muss, die Story um Lucy in diese Szene zu packen. Ich schreibe eben gerne über Dinge, die ich kenne. Gleichzeitig war es ein Tribut von mir an eine wunderbare Zeit, die mich geprägt hat wie keine andere. 

Mich persönlich hat das Buch von der Thematik her an „Supernatural“ erinnert. (Lilly, Dämonen, die Anspielung auf den Impala). Hat dich die Serie inspiriert?
Ich mag die Serie sehr gerne, allerdings habe ich auch eine Vorliebe für amerikanische Autos. Hätte ich selbst die Möglichkeit, würde ich sicher einen 67ger Impala fahren (lach). Die haben Klasse, ganz im Gegensatz zu den europäischen Modellen. Die Story um Lucy geht jedoch in eine etwas andere Richtung, befasst sich mehr mit ihrer Person, als mit den eigentlichen Dämonen. Du wirst in meinem Buch auch keine echten Dämonenjäger finden. 
Dennoch mag ich die teil sarkastische, teils zynische Art der Engel und Dämonen, aber auch der Winchesters in der Serie. Das mag ich einfach. 

Wie hast du einen Verlag für deine Bücher gefunden?
Meine ersten Romane, die Trilogie Totes Land (von der übrigens der erste Band bald unter dem Namen Dead Country – State of Emergency auf englisch erscheint) habe ich an fünfzehn Verlage geschickt, ordentlich ausgedruckt, sauber abgeheftet, mit Expose und allem was dazu gehört. Viel Hoffnung hat man mir allerdings nicht gemacht, als unbekannter Autor direkt einen Verlag zu finden. Und da war ich dann doch sehr überrascht, als gleich zwei Verlage Interesse zeigten. 

Ich muss gestehen, dass mich das Buch persönlich nicht 100%ig überzeugen konnte, obwohl ich deinen Stil gut fand. Wie gehst du mit Kritik um?
Kritik ist grundsätzlich immer positiv, solange sie nicht persönlich wird. Ich nutze Kritik sehr gerne, um meine darauf folgenden Werke zu verbessern. Um dazuzulernen. Gerade wenn du Totes Land mit The Wild Hunt oder Hells Abyss vergleichst, wirst du eine stetige Weiterentwicklung erkennen, die zum Teil auch positiv umgesetzten Kritiken zu verdanken ist.
Und natürlich gehe ich davon aus, das meine Bücher nicht jedem gefallen. Das ist vollkommen normal und auch in Ordnung so.

Was motiviert dich zum Schreiben?
Das tägliche Leben liefert mir täglich neue Ideen. Setzt sich eine fest, muss sie unverzüglich zu Papier gebracht werden, bevor sie wieder entschwindet. Zudem mag ich die Charaktere in meinen Büchern sehr. Ich möchte den Faden ihres Lebens weiterspinnen, ihnen Abenteuer schenken und die dabei Ecken und Kanten haben lassen. Das fasziniert mich und motiviert mich zum schreiben. Jeden Tag.

Und arbeitest du bereits an weiteren Büchern? Wenn ja, kannst du deinen Lesern schon mehr verraten? 
Vor einigen Tagen habe ich den zweiten Band von Hells Abyss mit dem Namen Abaddon beim Verlag abgeliefert. Lucy ist erwachsener geworden. Es formieren sich die Fronten und geht ans Eingemachte. Liliths Weltuntergangsmaschine läuft auf Hochtouren dem Höhepunkt entgegen. Mehr wird allerdings nicht verraten. 
Für Ende 2016 ist dann noch ein Spielbuch zur Trilogie Totes Land unter dem Arbeitstitel Totes Land – Death Asylum geplant.
Außerdem schreibe ich an zwei Kurzgeschichten, zu denen allerdings noch nichts verraten wird.

Herzlichen Dank für das Interview ;-)

Und eure Aufgabe für das Gewinnspiel: Habt ihr noch Fragen an den Autoren? 
Wenn ja, dann raus damit. Ich bin mir sicher, Mario Steinmetz wird sie hier liebend gerne beantworten und ihr seid automatisch beim Gewinnspiel dabei! Bis zum 21.09.2016 könnt ihr euer Glück versuchen. Am 26.9.2016 werden die Gewinner von 3 Taschenbüchern und 3 Buttons zu "666" bekannt gegeben.


Teilnahmebedingungen:

- Du musst mindestens 18 Jahre alt sein, ansonsten benötigen wir eine Einverständniserklärung deiner Eltern.
-Du musst einen Wohnsitz in Deutschland haben

- Deine Adresse wird nur für das Gewinnspiel verwendet und anschließend gelöscht.
- Da der Versand deines Gewinnes durch den Autor erfolgt, wird deine Adresse an ihn weitergegeben (anschließend aber – siehe oben – gelöscht).
- Falls dein Gewinn auf dem Postweg verloren gehen sollte, übernehmen wir keine Haftung dafür.
- Die GewinnerInnen erklären sich einverstanden, dass ihr Name im Rahmen der Blogtour öffentlich genannt werden darf.
- Weder Facebook noch Blogger haben etwas damit zu tun.
- Eine Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und hier noch einmal der Blogtourplan! ;)

12.09.2016 - Protagonisten bei Doreen von der kunterbunten Bücherkiste
13.09.2016 - Die Gothic-Metal-Szene bei Andrea von Leseblick
14.09.2016 - Lilith - Die Heimsuchung - bei Steffi von Litis fabelhafter Welt der Bücher
15.09.2016 - Okkultismus bei Annabel von Bookdemon
16.09.2016 - David Berkowitz, der Son of Sam bei Beate von Lord Byrons Buchladen
17.09.2016 - Autoreninterview bei mir

Donnerstag, 15. September 2016

[Rezension] Weißer Schrecken - Thomas Finn

Titel: Weißer Schrecken
Autor: Thomas Finn
Genre: Horror, Roman
Verlag: Piper
Bereits gelesene Bücher des Autoren: Dark Woods (3 von 5)
Cover und Inhaltsangabe ©  Piper



"Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten … Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfes hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet."




Im letzten Monat habe ich Thomas Finn für mich entdeckt. Schon während ich selbst "Dark Woods" von ihm gelesen habe, waren mein Mann und ich in der Geschichte rund um"Weißer Schrecken" gefangen. Die winterliche Stimmung des Buches kam trotz sommerlicher Temperatur sehr gut rüber. Die Kälte war spürbar, genau wie der Schrecken, den dieses Buch verströmt.

"Weißer Schrecken" erinnert vom Aufbau an "Es" von Stephen King und ich denke, dass war auch die Absicht des Autoren. Ähnlich wie "Es" ist "Weißer Schrecken" in zwei Abschnitte geteilt, einmal die Vergangenheit, in der die Jugendlichen zusammen eine "unbekannte Macht" besiegen müssen und dann die Gegenwart, in der diese Macht erneut auftaucht. Auch die Charaktere ähneln im ersten Moment jenen aus "Es", entwickeln aber schließlich im Verlauf der Geschichte eigene Persönlichkeiten.

Im direkten Vergleich zu "Dark Woods" muss ich sagen, dass ich den Schreibstil in "Weißer Schrecken" angenehmer fand. Die jugendlichen Sichtweisen und Empfindungen liegen dem Autoren eindeutig mehr!




- Andreas, Robert, Niklas, Elke, Miriam -

Das sind unsere fünf Freunde, die in diesem Buch ihr kleines Abenteuer erleben. Elke und Miriam sind zwei Zwillingsschwestern, die aus einem recht strengen und gläubigen Haus kommen. Niklas ist der "dicke Außenseiter", der zwar irgendwie mit den anderen befreundet ist, aber keine so enge Bindung hat. Dann haben wir Andreas, der kleine Rebell, der um jeden Preis anders sein möchte! Und dann ist da noch Robert, der von allen gemocht wird, aber auch familiäre Probleme hat.

Ich mag Bücher mit Jugendlichen in den Hauptrollen und so fand ich auch die Geschichte von diesen fünf Freunden unsagbar spannend. Durch die verschiedenen Charaktere war es interessant, die verschiedenen Blickwinkel zu sehen, denn jeder der Fünf schlägt sich mit eigenen Problemen herum. Einigen Lesern wird das Buch an einigen Stellen vielleicht ein wenig lahm vorkommen, aber ich finde eine gute Charakterisierung in Büchern sehr wichtig. Ich möchte die Personen kennenlernen und kurzzeitig beim Lesen auch ein Teil von ihnen sein!




"Weißer Schrecken" ist meiner Meinung nach in erster Linie ein Jugendbuch mit leichtem Gruselfaktor. Obwohl der Autor den Vergleich zu "Es" auf jeden Fall beabsichtigt hat, ist dieses Buch doch ganz anders geworden - im positiven Sinne!

Die Geschichte der fünf Freunde hat uns sofort in den Bann gezogen und auch das Schrecken, das Perchtal alle vier mal vier Jahre heimsucht, war die ganze Zeit spürbar. Zu Beginn des Buches verströmt der Autor vor allem eine herrliche düstere Stimmung mit den Erzählungen vom Krampus und Knecht Ruprecht. Hier hat Thomas Finn regionale Bräuche verarbeitet und daraus das Grundgerüst der Geschichte gewebt. Und das nicht schlecht!

Die fünf Freunde müssen so einige Geheimnisse aufdecken und mit einigen Gefahren umgehen. So findet eine der Schwestern eine Leiche - die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Was hat es damit auf sich? Und warum will der Pfarrer, dass die Freunde mit ihm in den Wald gehen?

Mystery-Fans werden mit "Weißer Schrecken" ihre Freude haben. Das Buch bleibt bis zur letzten Seite überraschend und geheimnisvoll. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen, wodurch die Geschichte für mich zu einem wahren Genuss wurde. Es ist zwar in erster Linie kein richtiger Horror, aber die Atmosphäre und besonders die Charaktere schaffen es doch, ein leicht unheimliches Gefühl zu erzeugen!




"Weißer Schrecken" ist ein Buch, das in erster Linie an "Es" von Stephen King erinnert, dann aber doch eine ganz andere Richtung ansteuert. Von mir eine klare Leseempfehlung für Mystery-Fans!

Ich vergebe 5 von 5 Käseratten.



Dienstag, 13. September 2016

[Rezension] 666 (Hell`s Abyss 1) - M. H. Steinmetz

Titel: 666
Autor: M. H. Steinmetz
Genre: Horror
Verlag: Papierverzierer Verlag
Cover und Inhaltsangabe ©  Papierverzierer Verlag



"Lucy ist der neue Star der New Yorker Undergroundszene. Sie ist jung, schön und verdammt tough. Nach einem Auftritt ihrer Band »Hell's Abyss« ändert sich jedoch alles. Rätselhafte Blackouts stoßen sie in einen Strudel voller Wahnsinn, Blut und Gewalt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Aber was augenscheinlich nur als Mordserie beginnt, bedeutet vielleicht mehr als nur das Töten von Menschen."




Das Buch habe ich jetzt schon öfter gesehen, aber aufgrund des Covers nie so recht wahrgenommen. Ich muss hier gleich ehrlich sein, ich finde das Cover wirklich schrecklich und hätte die liebe Steffi von Litis fabelhafte Welt der Bücher mich nicht gefragt, ob ich Lust hätte, bei einer Blogtour zu dem Buch teilzunehmen, hätte ich den Klappentext wohl niemals gelesen.

Never judge a book by its Cover und so habe ich mich dann in diese Welt des "Schreckens" begeben, muss hier zum Schreibstil jedoch sagen, dass ich damit so absolut nicht klargekommen bin. Ein paar Rechtschreib- und Grammatikfehler habe ich verziehen, bei der fehlenden Spannung kann ich hier aber kein Auge zudrücken. Das Buch hat leider kein Kopfkino bei mir erzeugt. Ich habe es gelesen und konnte mir kaum etwas vorstellen, obwohl ich die Stimmung, die das Buch aufzubauen glaubt, eigentlich passend finde!

Was soll ich sagen? Ich denke, Geschmäcker sind verschieden und deswegen war dieses Buch einfach nicht meins. Ich liebe gut gemachten Horror und auch das Thema Gothic/Satanismus/Dämonen finde ich interessant, doch hier hat mir die Umsetzung einfach nicht gefallen!




- Lucy -

Ich würde Lucy als Antihelden beschreiben, doch für mich hat ihre Charakterisierung in diesem Buch einfach nicht funktioniert. Sie lässt sich treiben und leiten und entwickelt sich dabei kaum. Wer ist Lucy eigentlich? Ich schreibe hier ja gerne mehr über die Charakter der einzelnen Personen, aber das ist mir leider nicht möglich. Lucy hat mich mit ihrer Art einfach nur abgestoßen!




Was soll ich sagen? Wie viele von euch wissen, bin ich großer Horrorfan. Je blutiger, desto besser. Auch liebe ich "Supernatural" und besonders die Geschichte der Dämonen. Bei "666" von M. H. Steinmetz reichte es für mich jedoch nicht aus, dass ein Impala erwähnt wurde, dass es um die Dämonin Lilith ging oder das hin und wieder Horrorfilme erwähnt wurden. Nein, es wurde hier eine Geschichte erzählt, die doch recht vorhersehbar wirkte und bei mir weder Grusel, noch Spannung erzeugen konnte.

Auch die Beschreibungen der "schwarzen Szene" fand ich als Gesamtbild nicht gelungen, aber hier werden sich wohl die Geister scheiden. Ich denke, ich habe in meiner Jugend einfach andere Dinge als SM, Partys und Musik mit diese Szene verbunden, aber ich bin auch ein Mensch, der alles immer recht eigen interpretiert. Die überspitzte Darstellung hat mir hier auf jeden Fall nicht zugesagt, aber vielleicht hat M. H. Steinmetz hier mit seiner Beschreibung aber auch recht und genau so geht es in der Gothic-Szene gerade zu!

Das Lesen des Buches fiel mehr leider sehr schwer. Ich habe pro Tag wenige Seiten gelesen und hatte dann doch einen innerlichen Druck, es endlich zu Ende zu bringen. Ich bin eigentlich niemand, der ein Buch zerreißt, denn ich möchte neben meiner eigenen Meinung auch objektiv bleiben. Aus diesem Grund muss hier auch sagen, dass der Stil des Autoren wirklich nicht schlecht ist. Er schreibt handwerklich ganz gut und man merkt auch seine Leidenschaft, trotzdem hat bei mir eben das Kopfkino nicht eingesetzt. Besonders bei den brutalen Szenen hatte ich keinerlei Mitleid, keinerlei Angst und auch keinen Ekel gespürt. "666" war so ein Buch, dass mich emotional nicht berühren konnte, obwohl dieser "Wahn" von Lucy den Leser auf eine wahre Achterbahnfahrt mitnehmen sollte!

Ich hätte vermutlich auf mein Bauchgefühl hören sollen und das Buch schon wegen des Covers meiden sollen, aber ich dachte, dass der Autor es auf jeden Fall verdient, mehr Aufmerksamkeit für das Buch zu bekommen. Das denke ich auch noch immer. Ich unterstütze gerne neue Autoren und deswegen bin auch froh, noch an dieser Blogtour teilzunehmen. Auch wenn mich das Buch leider nicht begeistern konnte, denke ich, dass es da draußen die passenden Leser geben wird, die das Buch genießen werden. Das Buch ist auf jeden Fall anders - ob nun negativ oder positiv, das muss jeder für sich selbst entscheiden!




Absolut nicht mein Geschmack. Weder die Story, noch die Charaktere konnten mich packen! Schade! Die Bewertung bezieht sich hier nur auf mein Empfinden während des Lesens. Da ich ehrlich sein möchte und auch mit anderen gelesenen Büchern vergleichen muss, kann ich für mich selbst hier keine bessere Bewertung geben!

Ich vergebe 2 von 5 Käseratten.

Diese Woche findet auf unseren Blogs die Blogtour zu diesem Buch statt. Ihr habt also die Gelegenheit, das Buch zu gewinnen! ;) Schaut doch mal rein, wenn ihr euch selbst ein Urteil bilden wollt!